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Wie in den 34 Jahren zuvor hat auch in diesem Jahr eine Abordnung unseres Geschwaders eine einwöchige Übung auf unserer Patenschaftsinsel Wangerooge durchgeführt.
Bereits Ende letzten Jahres hat unser Patenschaftskoordinator der Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge, Torsten Stumpf, intensiv auf Oberst Christian Badia eingewirkt, um ein Bauteil einer Phantom zur
Darstellung zu erhalten. Seitens der Geschwaderführung konnte ein Seitenleitwerk organisiert werden. Im Rahmen der Vorbereitung konnte, dank Hauptfeldwebel Stefan "Harry" Thrun, dieses Objekt entsprechend
lackiert und mit Unterstützung der Instandsetzungsstaffel für den Aufbau vorbereitet werden.
Der erste Tag war mit der Verlegung und der Einrichtung des Biwakplatzes ausgeplant. Am Abend überraschte das Verlegeteam ihren Kommandoführer, Hauptmann Erwin Bremer. Er leitete nunmehr zum zehnten Mal
diese Verlegung. Als Dank überreichten die Teilnehmer ein speziell für ihn erstelltes T-Shirt mit dem Bildaufdruck aller Teilnehmer sowie unterschiedliche Vermerke zu seiner 10-jährigen Leitung.
Torsten Stumpf, der aufgrund seiner langjährigen Unterstützung bereits fest zum Verlegeteam gehört, hat in Zusammenarbeit mit Allen ein Spezialbrett
anfertigen lassen, womit das für diese Übungen besondere Getränk "B52" zusammengestellt und präsentiert wird. Die erforderlichen Getränke wurde
ebenfalls mit überreicht. Somit stand die Aufgabe des Kommandoführers für den ersten Abend fest. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge, Holger Kohls, besuchte an diesem Abend
das Biwak und schenkte dem Kommandoführer als Erinnerung ein Kapuzensweatshirt mit Wangerooge-Aufschrift.
Das 12-köpfige Team hatte den Auftrag dieses Leitwerk zu überführen und auf der Insel aufzustellen. Hierfür wurde erstmalig die Möglichkeit genutzt
einen großen Bundeswehr-Lkw-Anhänger mit auf die Insel Wangerooge zu nehmen. Die vorherigen Bedenken - bezüglich einer zu kleinen Transportfläche - konnten schnell ausgeräumt werden. Trotz Seitenleitwerk
konnte das erforderlich zusätzliche Material für das Biwak mit aufgenommen werden. Mitarbeiter der Gemeinde und der Feuerwehr Wangerooge organisierten den Transport auf der Insel. Das teilnehmende Fachpersonal
aus dem Sachgebiet 3 SuK/ObjSLw mischte fast 6 qm Beton und bereiteten entsprechend die erforderlichen Eisenverstärkungen im Beton vor. Nach zwei Tagen wurde die Festigkeit des Betons erreicht, das Stützmaterial
entfernt und die Meldung: "Auftrag erfüllt." abgesetzt.
Zusätzlich wurde auf Einladung des Schützenvereins Wangerooge ei n Vergleichsschießen im Schießkeller des Vereins durchgeführt. Einige Teilnehmer wurde mit der begehrten Schützenmedaille ausgezeichnet. Zwar ist
ein Luftgewehr nicht mit einer "G36" zu vergleichen, dennoch konnten wir mit den Schützenbrüdern und -schwestern gut mithalten.
Auch der direkt vor dem Biwakplatz angelegte Golf-Abschlagplatz wurde auf Einladung des Golfclubs Insel Wangerooge e.V. intensiv genutzt. Einige Teilnehmer überraschten hierbei mit verborgenen Talenten.
Zum Abschluss unserer erfolgreichen und wettermäßig hervorragenden Woche wurde selbstverständlich auch in diesem Jahr der sogenannte "Lagerabend", an
dem viele Vertreter der Gemeinde Wangerooge teilnahmen, durchgeführt. Mit einem Grillfest am Lagerfeuer konnten viele interessante Gespräche geführt werden und es
zeigte sich mal wieder, dass das JG 71 "R" stets ein gern gesehener Gast auf der Insel Wangerooge ist.
Ein besonderes Highlight war an diesem Abend der Geburtstag von Stabsunteroffizier Jens Osterkamp, der nicht nur vom
Verlegeteam mit seinem Lieblingsgetränk überrascht wurde, sondern vom Bürgermeister Holger Kohls als Erinnerung ein Wangerooge T-Shirt erhielt.
Die Patenschaft des JG 71 "R" mit der Gemeinde konnte mit der Aufstellung eines Seitenleitwerks einer F-4F Phantom
als Leihgabe aus der militärgeschichtlichen Sammlung des Geschwaders, nun auch nach Außen hin würdig dargestellt werden. Der Aufstellungsort befindet sich, wie es sich gehört, am Flugplatz Wangerooge.
Vielen Dank für die umfangreiche Unterstützung innerhalb des Geschwaders und besonders seitens der Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge.
Text: Erwin Bremer, Fotos: Pit Hurtzig, Portraits. Mario
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