Die Patenschaft

F4F Richthofen
Westturm Wangerooge. Der Ziegelsteinbau mit einem quadratischem Grundriss von 12 × 12 m ist 56 m hoch und hat acht Stockwerke. Mit dem stabilen Geestuntergrund der Insel verbindet ihn ein 15 m tiefes Fundament. Der Westturm wird als Jugendherberge genutzt.

Freundschaft mit Urkunde besiegelt

20 Jahre kennen sie sich schon, die Fliegerhorstgruppe des Jagdgeschwaders 71 "Richthofen" in Wittmund und die Gemeinde Wangerooge. Gegenseitige Besuche waren mit der Zeit selbstverständlich geworden, doch waren sie immer etwas Besonderes. Was lag da näher, als diese entstandene Freundschaft mit einer Patenschaft, zu besiegeln. Wochenlang herrschte auf der Insel schönstes Wetter, doch am 26. August hatte "Petrus" kein Einsehen und bescherte Regen und Wind. Geplant war eine große Feier im Rosengarten. Bedingt durch den Wetterumschwung verlegten die Organisatoren das Treiben ins Hotel Hanken.

 

Bei den Feierlichkeiten wies Bürgermeisterin Bärbel Herfel darauf hin, daß durch die fast zwei Jahrzehnte wirkende Freundschaft viele persönliche Kontakte zwischen Insulanern und Soldaten geknüpft wurden. Diese Freundschaft habe einen tieferen Sinn. Freundschaft heißt auch für einander in Notsituationen dazusein. Gerade eine Insel ist im Katastrophenfall auf Hilfe angewiesen.

Wappen der ehemaligen Fliegerhorstgruppe

Hierbei zielte Frau Herfel auf die Sturmflut 1962, damals bracht der Deich und ein Teil des Dorfes wurde überspült. Viele Soldaten halfen bei den Aufräumungsarbeiten und reparierten den Deich. "Wir wollen hoffen, daß solch eine Notsituation nicht mehr eintritt", so Herfel. Gerne erinnert sie sich an das jährliche Zeltlager, wo bei ausgelassener Stimmung die Freundschaft vertieft wurde.

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Einen Rückblick auf die vergangenen 19 Jahre gab der Kommandeur der Fliegerhorstgruppe Oberstleutnant Karl Heinrich Schreiner. Er reichte vom Bürgerkrieg im Libanon, Eröffnung des Elbtunnels durch Helmut Schmidt bis zum ersten Campen der Fliegerhorstgruppe auf Wangerooge. "Warum damals hier ein Camp errichtet wurde, läßt sich leider nicht mehr feststellen. Doch das Ergebnis sehen wir heute. Es lautet schlichtweg >Freundschaft<", so Schreiner. Die Akzeptanz zu den Soldaten ist auf Wangerooge erstaunlich hoch und wäre am Festland oftmals wünschenswert. Als eine besondere Verpflichtung sieht Schreiner die Patenschaft, zumal es sich um eine Insel handelt. Verbunden mit der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunden waren mehrere Veranstaltungen. Zu ihnen zählten die Auftritte der Volkstanzgruppe und des Shanty-Chores. Am Abend im Hotel Hanken gab es einen gut besuchten Patenschaftsball, hier sorgte die Kapelle “ 4 Fun" für flotte Tanzmusik.

Quellenangabe.Mit freundlicher Genehmigung: “Wangerooger Inselboteâ€

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Volkstanzgruppe

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