Die Patenschaft

F4F Richthofen
Westturm Wangerooge. Der Ziegelsteinbau mit einem quadratischem Grundriss von 12 × 12 m ist 56 m hoch und hat acht Stockwerke. Mit dem stabilen Geestuntergrund der Insel verbindet ihn ein 15 m tiefes Fundament. Der Westturm wird als Jugendherberge genutzt.

Besuch der Patenschaftsgemeinde Wangerooge beim Jagdgeschwader 71 “Richthofen” in Wittmund

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Patenschaft mit Geschwader vertieft Wangerooger statteten Wittmundern Gegenbesuch ab / Interessantes Programm

 WANGEROOGE/WITTMUND/ SAL - Einmal im Jahr verlegt das Wittmunder Jagdgeschwader 71 “Richthofen” mit Soldaten und Ausrüstung nach Wangerooge um eine Woche lang das Leben im Felde zu üben. Seit 35 Jahren steht Wangerooge nun schon im Manöverplan der Wittmunder. Daraus haben sich in all der Zeit gute partnerschaftliche Verbindungen zwischen Inselgemeinde und Geschwader entwickelt, die 1995 mit einer offiziellen Patenschaft besiegelt wurde. Und so statten die Wangerooger dem Richthofengeschwader ebenfalls regelmäßig einen Gegenbesuch ab. Der diesjährigen Einladung des Jagdgeschwaders folgten am Freitag 15 Wangerooger, darunter auch Bürgermeister Holger Kohls. Die Fahrt hatte einmal mehr Gemeindekämmerer Torsten Stumpf organisiert.
„Uns ist es wichtig, dass nicht nur Vertreter aus Politik und Verwaltung teilnehmen sondern auch interessierte Bürger", sagte Stumpf. Dieses Mal fuhren unter anderem Mitglieder des Schützenvereins  und der Freiwilligen Feuerwehr mit.
Das Richthofengeschwader hatte für seine Besucher ein umfangreiches Programm vorbereitet. Wie Torsten Stumpf unserer Zeitung berichtete, konnten die Wangerooger Starts und Landungen der Phantom aus nächster Nähe erleben, auch bei einer Triebwerksprobe durften sie dabei sein: Eine Rundfahrt über den Fliegerhorst, die Besichtigung des Towers und ein Besuch der Flughafen Feuerwehr waren weitere Programmpunkte. Mit Interesse ließen sich die Gäste außerdem eine Phantom und Traditionsmaschine wie den Starfighter zeigen und erklären.
Der rundum gelungene Tag endete mit dem offiziellen Patenschaftsabend, an dem auch der Kommodore Oberst Christian Badia, mit seiner Familie teilnahm, »Wir sind beim Richthofengeschwader wieder sehr herzlich aufgenommen worden", resümierte Torsten Stumpf, ein Wiedersehen gibt es dann im Sommer bei der nächsten Verlegeübung, nach Wangerooge, 

Artikel aus dem                                                                                                        Jeverschen Wochenblatt                                                                                           vom 27.01.2009

Beim Truppenbesuch die Freundschaft gepflegt                    
Patenschaft
Wangerooger Bürger zu Gast beim Richthofen-Geschwader

Wangerooge/ANZ  - Seit mehr als 30 Jahren absolviert das Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ Wittmund seine Verlege-Übung auf Wangerooge. Auf der Insel üben die Soldaten das Leben im Feldlager und arbeiten gemeinnützig für die Insel. So haben sie im vergangenen Jahr zum Beispiel Sand für die Außenanlage des Spielhauses gefahren und das Totholz am Ehrenmal entfernt.
Bereits 1995 ist eine Partnerschaft zwischen Geschwader und Gemeinde Wangerooge entstanden. „Die Partnerschaft lebt“, sagt Torsten Stumpf von der Gemeinde Wangerooge, der seit 25 Jahren Ansprechpartner des Geschwaders auf der Insel ist.                          
Besuch in Wittmundhafen
So fand am Wochenende der jährliche Gegenbesuch der Wangerooger Bürger in Wittmund statt. Neben Bürgermeister Holger Kohls und Mitarbeitern der Verwaltung nehmen daran auch jedesmal Bürger teil. „Nur der Rat war diesmal wegen Krankheit nicht vertreten“, bedauert Stumpf. Dafür hatte sich Geschwader-Kommodore Oberst Christian Badia viel Zeit für die Gäste genommen.
Auf dem Flugplatz Wittmundhafen wurde den Gästen die Phantom F4F bei Starts und Landungen sowie im Hangar vorgeführt. „Es ist schon erstaunlich, was für Vibrationen entstehen, wenn 70000 PS in die Luft gehen“, ist Stumpf noch immer beeindruckt. Immerhin verbrauchen die Phantom-Triebwerke fünf Liter Kerosin pro Sekunde, erfuhren die Wangerooger bei der Triebwerk-Instandsetzung.
Das geplante Boßeln am Nachmittag musste wegen schlechten Wetters ausfallen, stattdessen wurde gemeinsam mit dem Kommodore und Soldaten im Unteroffizierheim in Wittmund gekegelt und die Partnerschaft gepflegt.                                                                 
Feier auf Wangerooge                                                                                            
Möglicherweise im Juli werden die Soldaten aus Wittmund wieder nach Wangerooge verlegen – zum 50-jährigen Bestehen des Geschwaders in diesem Jahr soll auch auf der Insel gefeiert werden.

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Artikel aus der Nordwestzeitung                                                                      Jeverland-Bote/Kreiszeitung Friesland                                                              vom 27.01.2009

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Besuch beim Richthofengeschwader im Januar 2009 030 (16)

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Ein Bericht aus dem Wangerooger Inselboten

Freunde besuchen Freunde - so könnte man die Patenschaft zwischen dem Wittmunder Jagdgeschwader 71 “Richthofen” und der Inselgemeinde bezeichnen. Im Sommer kommen Soldaten zum „sogenannten Zeltlager“ auf die Insel. Gemeinsame Aktivitäten stehen dann auf dem Programm. Höhepunkt ist das Grillen am Lagerfeuer, wozu auch Inselbewohner eingeladen sind.

Aber auch  ein Gegenbesuch steht jährlich an. 15 “Unerschrockene” machten sich auf den Weg nach Wittmund in die dortige Kaserne. Damit sich keiner verfährt, wartete der Bundeswehrbus in Harle, in dem sich viele Freunde in Uniform befanden. Die Begrüßung war natürlich mehr als freundschaftlich, denn man kennt sich ja schon viele Jahre. Besonders Torsten Stumpf, der für die Planungen auf der Insel zuständig ist, freute sich, seine Freunde wieder zu treffen. Seit 1995 besteht die Patenschaft, die entsprechend gelebt wird. Was bei uns Torsten Stumpf ist, sind bei den Richthofenern Hauptmann Erwin Bremer und Hauptfeldwebel Mario Mintken. Die beiden hatten ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Unter anderem eine Führung im Flugzeugmuseum und in der Instandsetzungshalle. Mit Ohrenschützern ausgerüstet hatten die Insulaner die Gelegenheit, einen Triebwerkstest zu erleben. Man tat allerdings noch gut daran, sich die Ohren zusätzlich zuzuhalten, denn 70.000 PS erzeugten entsprechenden Lärm. Auch der Boden der Spezialhalle vibrierte entsprechend. Während des Towerbesuchs erfuhren die Insulaner, was dort für Arbeit geleistet wird. Hautnah erlebten sie am Radar, wie ein Zivilflugzeug sich nicht an die Luftverkehrsordnung hielt. Mal richtig große Feuerwehrfahrzeuge galt es in den Räumlichkeiten der Flugplatzfeuerwehr  zu bewundern.

Gerade Strecken gibt es ja einige auf dem Jagdgeschwader-Gelände. Daher war ein Boßelwettkampf geplant. Doch leider spielte das Wetter nicht mit und so wurde stattdessen am Nachmittag bis zum Abendbrot dem Kegelsport gefrönt. Gewonnen hatte tatsächlich keine Mannschaft, obwohl ein gewisser Ehrgeiz bestand.

Bürgermeister Holger Kohls ließ es sich nicht nehmen, zu seiner “Inseltruppe” dazuzustoßen. Und auch Geschwader-Kommodore Oberst Christian Badia, dem das Richthofengeschwader untersteht, nahm sich mit seiner Familie Zeit für die Inselgäste.

Da die Phantom bald zum „alten Eisen“ gehört, wird der Jet in den nächsten Jahren durch den Eurofighter ersetzt. “Zu dieser Umsetzung gehört nicht nur ein gewaltiger logistischer Aufwand, sondern auch die Ausbildung von Personal und Piloten,” betonte Geschwader-Kommodore Badia. Die Zielsetzung für die Umstellung liegt ungefähr im Jahre 2017.

Allgemein wurde die Abwesenheit der Ratsvertreter bedauert. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal oder bei der 50 Jahr-Feier des Geschwaders. Geplant ist ein Tag der offenen Tür am 5. und 6. Juni. Aber auch beim Zeltlager auf der Insel soll entsprechend gefeiert werden.

Die Köche hatten sich besonders Mühe beim Nachtisch gegeben. Tiramisu in Inselform und das gleich drei Mal war auch etwas fürs Auge und ist erwähnenswert.

Gemütlich wurde es dann nach dem Essen an der “Hausbar“.. Einige fieberten Mitternacht entgegen. Schlagartig wurde der Wangerooger Eike Gissel, der als Koch im Richthofengeschwader arbeitet, ein Jahr älter. “Hoch soll er leben”, ertönte von den Anwesenden, worunter sich auch seine Familie befand. Eine “Magnumflasche” machte dann anschließend viele Runden.

 

Fotos und Text (Auszug) von Hans Friedrich Stenzel. Wangerooge

LW R&W
Der Alte Leuchtturm wird als Museum genutzt. Wer sich traut kann auf  dem Leuchtturm auch standesamtlich heiraten.