Die Patenschaft

F4F Richthofen
Westturm Wangerooge. Der Ziegelsteinbau mit einem quadratischem Grundriss von 12 × 12 m ist 56 m hoch und hat acht Stockwerke. Mit dem stabilen Geestuntergrund der Insel verbindet ihn ein 15 m tiefes Fundament. Der Westturm wird als Jugendherberge genutzt.

Patenschaft mit Wittmundern

Leitwerk Symbol für die gelebte Patenschaft zwischen den Wangeroogern und den Wittmunder Fliegern des Jagdgeschwaders 71 „Richthofen“: Ein Seitenleitwerk einer Phantom F-4F . WZ-FOTO: KNOTHE

WANGEROOGE/WITTMUND/RN –

Es ist in diesem August das 36. Mal, dass die Angehörigen des Wittmunder Jagdgeschwaders „Richthofen“ zu einem mehrtägigen Besuch auf die Insel Wangerooge kommen. Seit 1975 finden auf dem Eiland die                                        jährlichen Aufenthalte der Soldaten statt. Dabei hatte das Ganze einen pragmatischen Ursprung. Anfang der 70er Jahre wollten die Unteroffiziere der damaligen Fliegerhorstgruppe des Geschwaders ihre Kameradschaft
pflegen, sie veranstalteten dazu ein Biwak mit Zelt und allem, was dazu gehört an einer Kieskuhle nahe des Flugplatzes. Was sie nicht bedachten, war die Neugier ihres Kommandeurs. Er schaute auf den einen oder anderen Besuch vorbei. Ein Soldat mit familiären Beziehungen zur Insel hatte dann die Idee, das Biwak auf Wangerooge aufzuschlagen. 1975 machte sich somit erstmals ein Gruppe Soldaten auf den Weg zur Nordseeinsel. Zwölf Mann hatten alles dabei, was man zum „Überleben“ brauchte. Übernachtet wurde zu zweit in so genannten Dackelhütten.
Zelten, die aus zwei Bahnen zusammengesteckt wurden. Schnell entwickelten sich Kontakte zu den Wangeroogern, beim Sport lernte man sich kennen und schätzen. Noch heute stehen Fußballspiele, Beachvolleyballturniere,
Pokalschießen oder Schwimmwettkämpfe auf der Tagesordnung. Aus Freundschaft wurde schließlich eine Patenschaft zwischen den Insulanern und den „Richthofenern“. Wittmunds Personaloffizier Erwin Bremer, seit 1997 eingesetzt als Kommandoführer, war an vielen Hilfsaktionen der Soldaten beteiligt. Nach einem Ölunfall sammelten die Soldaten beispielsweise Ölreste ein, unterstützten in einem Sommer bei einer Raupenplage, säuberten einen Spielplatz oder schnitten unter Leitung der Naturschutzbehörde zugewachsene Bereiche des Ehrenfriedhofs
frei. „In einer Patenschaft hilft man sich gegenseitig“, weiß Bremer.
Die Zeiten der „Dackelhütten“ ist vorbei. Heute bauen die Geschwaderangehörigen ein großes Gemeinschaftszelt auf und werden vom OJE, dem Oldenburger JugendErholungswerk,versorgt. Noch immer kennzeichnen sportliche Kontakte und gemeinsame Veranstaltungen den Inselnselaufenthalt der Soldaten.
Gegenseitige Besuche gehören zum Alltag. Aber auch die lokale Politik hat die Bedeutung erkannt, und so nehmen am Abschlussabend neben den Soldaten und Wangeroogern auch gern der Kommodore und Gemeindevertreter teil    Als sichtbarer Beleg der Verbundenheit ist am Insel-Flugplatzausgang eine Seitenleitwerk einer Phantom F-4F zu sehen.


Artikel aus “Wangerooge - Erholung ist eine Insel†Sonderbeilage der Wilhelmshavener-Zeitung vom 20.August 2011

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Text und Foto mit freundlicher Genehmigung der Wilhelmshavener-Zeitung c c  aaaaaus der Sonderbeilage vomer 20. August 2011

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